Von Odys zu Cat - das Billigtablet von Weltbild im Test
Nun ist es also wahr geworden. Odys sei Dank, es gibt ein fingerbedienbares Android 2.3-Tablet mit WLAN (ohne 3G) zu einem vernünftigen Preis.

Odys stach bisher durch seine portablen Fernseher hervor und ist hierzulande über Conrad mit einigen Tablets vertreten. Verheiratet bin ich jetzt mit dem Odys XPRESS mit lächerlichen 512KB Ram und 4 GB Speicher.... aaaber einem voll funktionsfähigen USB 2.0-Anschluss, mit dem sich jeder USB-Stick bis 32GB andocken lässt. Das macht das Datenhandling zwischen den PCs deutlich einfacher. Tastatur und Maus funktioniert - wenn auch nur getrennt voneinander. Ein USB-Hub wird nicht erkannt. Festplatten ohne eigene Stromversorgung übrigens auch nicht. Weiters an Bord: ein Micro-SD-Slot, ein HDMI-Anschluss, ein 3,5 Klinkenstecker Audio, ein Mikro und zwei Cameras.
Gleich mal das Update von der Odys-Homepage runtergezogen und installiert und schon läuft auch der Android Market. Wenn man dort etwas mit den Filtern spielt, bekommt man bald auch alles zu sehen, was man braucht - soweit es sich auf dem 4GB Speicher installieren lässt. Die Programme können nämlich erst nachträglich auf die SD-Card verschoben werden (Einstellungen / Anwendungen). Ist eine Anwendung sehr Speichergierig, wird sie im Market ausgegraut. Da muss dann wohl ein teureres Gerät her.
Skype-Video funktioniert nur in der Theorie. GPRS gibt es nicht. Hier liegt der Unterschied zum Weltbild-Tables, das ansich ähnlich ist von den technischen Daten, sich aber doch etwas unterscheidet:
kein voller USB-Anschluss, aber USB-to-Go mit einem entsprechenden Adapterkabel (ich hasse Adapterkabel!)
GPS eingebaut (das hat der Odys nicht)
Front-Hardwaretasten (die hat der Odys seitlich)
Lautsprecher rückwärts, was schlecht ist, weil der Ton dann in die Hand klingt statt ans Ohr. Das ist beim Odys mit Frontlautsprechern zwar besser gelöst, die sind aber so leise, dass man das Ohr erst recht ranlegen muss. Ohne Kopfhörer geht gar nichts.
Beide Gerät werden nicht über USB aufgeladen, sondern mit einem eigenen Netzgerät das für beide nicht nachkaufbar ist. Der Stecker ist superdünn und ich habe bisher kein Ersatzgerät gefunden (hätte gerne eines im Büro).
Zum Gerät selbst:
Starten: 30-60 Sekunden für kompletten Neustart. Ich muss ca. 3-4 x am Tag neu starten (Büroklammer für den Resetknopf erforderlich). Das Problem ist der kleine Hauptspeicher von nur 512kb Ram. Die Software entlädt sich nicht. Zwar spendiert Odys ein eigenes Tool um Software zu entladen, aber wenn man das vergisst und ein paar Programme nutzt, wird das Ding immer langsamer und langsamer bis man letztlich für den Aufbau einer Website 1-2 Minuten warten muss.
Wenn es läuft, läuft es aber flüssig.
Wozu ist es also gut?
-> Zum Wikipedia stöbern nebenbei
-> Als Bildbetrachter ist es besser als viele andere reine digitale Bilderrahmen
-> Videos laufen gut und flott, aber der Ton ist ***eisse*
-> Als Notizbuch für unterwegs.
Gewicht: 400g inkl. Hülle.
Preis: Odys 137 bis 180 Cat von Weltbild: 159
Weltbild bietet auch eine Tasche mit integrierter Tastatur via USB-Anschluss. Und einen USB-Internetdongle.
Beides bestellt und für beides eine Mail bekommen, dass der Liefertermin unbekannt ist.
Die Geräte sind also kein Ersatz für ein ipad. Aber es ist nett, netter, viel netter als das ipad. Es ist irgendwie schrullig und daher passt es zu mir.
Link zum Weltbild-Tablet: http://www.weltbild.at/1/tablet-pc/android-tablet-pc.html
Link zu Odys: http://www.odys.de/web/tablet-pc_xpress_de.html
Link zum Conrac-Tablet, das es via Amazon deutlich billiger gibt: http://www.conrad.de/ce/de/product/877442/ODYS-XPRESS-INTERNET-TABLET-8-SCHWARZ/SHOP_AREA_54366&promotionareaSearchDetail=005
Beide Geräte haben Android 2.3 dabei.

